Biographie

Die in Erfurt geborene Carola Höhn war von frühester Kindheit an in der Musik zu Hause. Neben einer Klavierausbildung wurde der Gesang schnell zum Mittelpunkt ihres Lebens. Sie studierte an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar und wurde bereits während der Ausbildung an die Landestheater Eisenach und Altenburg engagiert.
Bereits mit 26 Jahren stand sie als Antonia in „Hoffmanns Erzählungen“ auf der Bühne der Berliner Staatsoper Unter den Linden, wo sie sofort als festes Ensemblemitglied ihr künstlerisches Zuhause fand und die großen Mozartpartien ihres Faches wie Pamina, Susanna und Fiordiligi interpretierte. Darüber hinaus sang sie dort Glucks Iphigénie („Iphigénie en Tauride“) unter Thomas Hengelbrock und debütierte als Eva („Die Meistersinger“) unter Simone Young.

Es folgten wichtige Neuproduktionen unter Daniel Barenboim/Harry Kupfer wie „Die Meistersinger“ (Eva), „Rheingold“ (Freia), „Walküre“ (Helmwige), „Götterdämmerung“ (Gutrune) sowie „Die Brautwahl“ (Albertine) in der Inszenierung von Nicolas Brieger. Weitere bedeutende Premieren waren Nikolaus Lehnhoffs „Freischütz“ (Agathe) unter Zubin Mehta sowie Peter Greenaways „Christoph Colomb“ (Königin Isabella) unter Philippe Jordan. Als Gretel war sie unter Fabio Luisi zu hören, in Telemanns „Orpheus“ unter René Jacobs, und die Gräfin („Capriccio“) sang sie unter Michael Boder. Darüber hinaus arbeitete sie mit Dirigenten wie Sebastian Weigle, James Colon, Kent Nagano, Hartmut Haenchen und Lothar Zagrosek. Einen großen persönlichen Erfolg konnte sie mit der kurzfristigen Übernahme der Grete („Der Ferne Klang“) unter der musikalischen Leitung von Michael Gielen feiern.

Zudem dokumentieren Fernseh- und Rundfunkaufnahmen ihre Arbeit.
Unter ihren CD-Einspielungen ragen Matthus` „Graf Mirabeau“ unter Heinz Fricke sowie Beethovens „Chorfantasie“, Busonis „Brautwahl“ und Strauss` „Elektra“ unter ihrem langjährigen Chefdirigenten Daniel Barenboim heraus.

Gastspiele führten sie ans Teatro La Fenice, Teatro Real Madrid, Teatro Colón, die Nederlandse Opera Amsterdam sowie nach Tokio, Paris und Mailand.
Ihr Debüt an der Carnegie Hall feierte sie mit der 5. Magd in Strauss` „Elektra“ unter Daniel Barenboim. Mit dem Chicago Symphony Orchestra sang sie das Junge Mädchen in „Moses und Aaron“ unter Pierre Boulez sowie unter Daniel Barenboim die Marzelline in „Fidelio“.
Neben der Oper ist sie eine gefragte Lied- und Konzertsängerin. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Operette, so sang sie u. a. in München die Annina („Eine Nacht in Venedig“) und an der Wiener Volksoper die Lisa („Das Land des Lächelns“) in einer Inszenierung von Klaus Maria Brandauer unter der musikalischen Leitung von Asher Fisch.

An der Berliner Lindenoper hat Carola Höhn in der Spielzeit 2006/07 in der Premiere von Busonis „Doktor Faust“, erneut unter der Leitung von Daniel Barenboim, mit großem Erfolg die Herzogin von Parma gesungen.
Für ihre Darstellung der Sophie Scholl in der Uraufführung der „Weißen Rose“ von Udo Zimmermann wurde sie zur „Sängerin des Jahres“ gewählt.

 
 

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